Der FPC zu Besuch im historischen Museum

Foto: Historisches Museum Frankfurt

Ein Museum der ganz anderen Art haben die 50 Mitglieder des FPC bei dem Besuch des gerade eröffneten Historischen Museums erlebt. Natürlich stehen Frankfurt und seine Geschichte im Mittelpunkt. Aber das Thema vermittelt sich nicht einfach durch ausgestellte und beschriftete Objekte. Durch ein weites Spektrum von interaktiven Angeboten verführt es den Besucher, vertieft in die Materie einzusteigen, sich weitere Informationen per Bildschirm zu besorgen oder das Gesehene zu kommentieren und eigene Kreativität spielerisch zu entfalten. Das Museum will leben und sich mit den Frankfurtern weiterentwickeln.

So wurde zum Beispiel basierend auf 1300 Gesprächen in den Stadtteilen von dem niederländischen Künstler Hermann Helle ein Stadtmodell gebaut, das auch die Sichtweisen und Gefühle der Bürger zum Ausdruck bringt. Wegen seiner emotionalen Bedeutung wurde der Goetheturm im Stadtwald deutlich größer gebaut als er wirklich ist. Eine weitere Besonderheit dieses Modells besteht darin, dass es aus Abfallprodukten erstellt wurde. Der Eiserne Steg wurde aus Kleiderbügeln konstruiert und das Flughafen-Terminal aus Handys.

In dem Ausstellungsbereich „Frankfurt jetzt“ wird der Besucher aber auch angeregt, an Bildschirmen seine eigene Frankfurt-Erfahrung einzugeben und so das Museum zu bereichern. Durch die zeitgemäße Ausstellungskonzeption sollen den Besuchern sehr unterschiedliche Zugänge zur Geschichte seiner Stadt eröffnet werden. Da der Neugierige ununterbrochen an spannenden und anregenden Exponaten hängen bleibt, war es für die Kuratorinnen Corinna Engel und Nina Gorgus kein einfaches Unterfangen, die Gruppen durch das faszinierende Ausstellungshaus zu führen. Allerdings haben beide sehr ansprechend das Interesse geweckt, denn in eineinhalb Stunden kann man die Ausstellungen nicht wirklich umfassend besichtigen, sondern nur mehr Appetit auf einen weiteren dann längeren Besuch des Museums bekommen.

Text: mü

Fotos: Rainer Rüffer