Herr Franz lädt ein

1950 wurde der Franz Zlunka in Waizenkirchen in Oberösterreich als Sohn eines Lokomotivführers geboren. Die Mutter kümmerte sich um das Haus, den Ehemann und die Kinder - zwei Buben, ein Mädchen.

Das Jahr 1950, erzählt Franz, sei ein ganz schlechtes Weinjahr gewesen, weshalb er auch Koch und nicht Winzer geworden sei. Angefangen mit dem Kochhandwerk hat er als 14-Jähriger und zwar, weil ihm ein Fußballkumpel erzählte, er werde Koch, ,,weil man da überall hinkommt, durch die ganze Welt".

Zunächst kam der Franz aber nach Bad Reicheshall ins ,,Berghotel Predigtstuhl", wo er eine Lehre absolvierte. Danach wechselte er allerdings das Handwerkszeug und den Ort. Statt des Kochlöffels nahm er den Shaker in die Hand und mixte zwei Jahre Drinks für die Gäste des Frankfurter Hofs und des Monopol-Hotels in der Mainmetropole. Und da man als Koch und Barkeeper unbedingt auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet haben muss, heuerte er auf der Hanseatic als Stewart an. Doch da strich er nach kürzester Zeit wegen unüberwindbarer Seekrankheit die Segel.

Das Experimentieren aber ließ er nicht und schrieb sich im Jahr 1972 auf dem Frankfurter Abendgymnasium ein. 1975 begann der begeisterte Fußballfan ein Sportstudium; doch schon bald zog es ihn wieder in die Gastronomie. 1983 führte er in Mainz das Altstadtcafé, dann das Orpheo in Frankfurt bis er das Restaurant im ehemaligen Literaturhaus in der Bockenheimer Landstraße übernahm, wo er seinen Ruf als Gastronomie-Legende zementierte.

Doch nicht nur seine Gastfreundschaft und seine profunden Kenntnisse über Wein und Speisen sind legendär, sondern auch seine Hingabe zur deutsch- österreichischen Küche. Mit 12 Gleichgesinnten rief er das ,,Deutsche Institut für Hausmannskost" aus, was anschließend mit Entenbraten, Klößen und 15 Magnumflaschen Spätburgunder gefeiert wurde. Und als man in Frankfurt eine Zeit lang nur noch französisch kochte, da verabschiedete er mit seinen Saufbrüdern und Genießern am Stammtisch das ,,Manifest kulinarischer Diktatur".

Doch Speis und Trank alleine macht den Herrn Franz nicht beliebt, denn was er kocht, bekommt man auch in anderen Häusern. Bei ihm aber gibt es etwas, was ziemlich einmalig ist: Bei ihm ist der Gast Mensch und Unterschiede werden niemals gemacht. Und Aufgeregtheiten werden gänzlich unaufgeregt entschärft, egal wie Dicke es manchmal kommt. Da kennt er keinen Schmerz. Es geht eben immer um alles.

 

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