Seit 1984 Treffpunkt für Medienschaffende und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur

Werner Holzer
Gründer des FPC

Frankfurter PresseClub e.V.

Bis 2011 war direkt am Römer, im Herzen der Mainmetropole, der 1980 gegründete Frankfurter PresseClub seit 1984 Treffpunkt für Medienschaffende und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Seit 2012 hat der FPC einen neuen Standort: das ,,Livingston'sche Pferdepalais".
Rund 1000 Einzel- und Fördermitglieder diskutieren regelmäßig mit Persönlichkeiten aller gesellschaftlicher Bereiche und treffen Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland zum persönlichen Gespräch.

Essay des FPC-Ehrenpräsidenten Werner Holzer zur Gründung des Frankfurter PresseClubs in den 1980er Jahren.

Journalisten sind Einzelgänger - in der Mehrzahl

Jedenfalls solange sie einer Geschichte auf den Fersen sind. Andererseits haben sie einen hohen Gesprächsbedarf, suchen Kontakte und Hinweise, wenn sie ein neues Thema suchen. Ich weiß, das klingt paradox. Aber so sind wir nun einmal, wir Journalisten.

Die Wiege stand in England

Und weil das so ist, wurden in den angelsächsischen Ländern die ersten Presseclubs gegründet. Das geschah zu einer Zeit, als auch Journalisten noch Machos waren (es gab damals noch wenige Journalistinnen) und man den Ehefrauen genug Zeit geben wollte, das Abendessen vorzubereiten und die Kinder ins Bett zu bringen. Heute ist das alles anders. Der Presseclub alten Stils hat ausgedient. Die Machos unter den Journalisten verschwinden langsam von der Bildfläche.

Treffpunkt und Ideenbörse für Frankfurt

Aber weil wir damals, in den achtziger Jahren, davon überzeugt waren, dass journalistische Neugier und der Informationsbedarf unvermindert hoch sein müssten, haben wir in Frankfurt den FPC gegründet - als Treffpunkt und Ideenbörse gewissermaßen. Junge und Alte sollten sich hier mit Gästen aus allen Bereichen treffen, diskutieren und ein Glas trinken können.
 

Lebendiger Journalismus durch den FPC

 
Und etwas kam hinzu: Der allgegenwärtige Bildschirm und das weltweite Netz sind verführerisch. Das persönliche Gespräch leidet, wenn sich das Informationsparkett leert. Und das wäre schlecht für den lebendigen Journalismus. Deshalb soll er noch lange leben - der FPC.